Likemedien N°21

Screenshot von Ze.tt Artikel. Andrea Schöne, eine kleinwüchsige Studentin, steht in Bologna auf einem sonnigen Platz vor einem historischen Gebäude. Sie trägt Jeans, eine bunte Bluse und einen bunten Schal, hat lange braune Haare und lächelt.

Screenshot: Zett

In unserer Rubrik „Likemedien“ präsentieren wir unsere Fundstücke aus dem Netz der aktuellen Woche. Artikel, die uns beschäftigt, oder Videos, die uns bewegt haben. Wir freuen uns über Empfehlungen. Das Logo Billy mit einem großen Daumen nach oben. Das internationale Zeichen für alles okay!

Artikel

  • Studium und Leben mit Behinderung im Ausland: Studierende mit Behinderung können nicht einfach im Ausland studieren, es gibt zu viele bürokratische und bauliche Barrieren. Andrea Schöne erkämpfte sich ein Jahr Studium in Bologna, und erlebte den Unterschied zwischen Inklusion in Italien und Deutschland. Über das Leben von behinderten Eltern in den Niederlanden bloggte Wheelymum.
  • Sehbehinderten Menschen fehlt Unterstützung: Im Gegensatz zu blinden Menschen bekommen sehbehinderte Menschen in einigen Bundesländern wie Hamburg keine finanzielle Unterstützung (Beitrag im NDR).
  • Unterschied krank und behindert: In einem Fernsehbeitrag vom NDR fanden wir zahlreiche Floskeln und Ungenauigkeiten. Unter anderem wurden „gesunde“ Kinder „behinderten“ Kindern gegenüber gestellt (richtig wären Gegensätze gesund/krank, nicht behindert/behindert). Auch die Wahl des Experten am Ende des Beitrags blieb fraglich. Der NDR reagierte über Twitter.
  • Autismus im Film: Wie klischebeladen immer noch Autist*innen in Filmen dargestellt werden, darüber schrieb die Aktivistin Alaina Leary im Magazin Teen Vogue.
  • Political Correctness: Auf ze.tt gab es ein Video, das die Kritik an Politischer Korrektheit als Trick von rechten und konservativen Meinungsmachern entlarvt.
  • Fotos von stotternden Menschen: Bei Blendle (kostenpflichtiger Link) erzählt die GEO-Redakteurin Vivian Pasquet, wie sie mit ihrem Stottern lebt. Dazu wurden Momentaufnahmen von Menschen gezeigt, kurz bevor sie stottern.

Videos

  • Kinofilm „Everything everything“: Einen interessanten Kommentar zum neuen US-Film „Everything Everything“ gibt es von der Bloggerin und Youtuberin Annie Segarra, die selbst mit dem Ehlers-Danlos-Syndrom lebt. In Deutschland kommt der Film als „Du neben mir“ Ende Juni in die Kinos.
  • Leben mit Kleinwuchs: Aktivist Michel Arriens gab bei Menschen.das magazin (ZDF) einen Einblick in sein Leben und sprach über Aktivismus und seine Wünsche an eine gute Zukunft.
  • Comedy von Türke mit Behinderung: „Inklusion ist, wenn ein Rollstuhl in der Gesellschaft dieselbe Akzeptanz erreicht hat wie ein Selfie-Stick“, sagt Tan Caglar. Als Comedian ist das Model und Basketballprofi mit seinem Bühnenprogramm „Rollt bei mir…!“ auf Tour, demnächst in Hamburg und Berlin. Mehr Infos gibt’s hier

Projekte

  • Aktivismus für Inklusion: Noch bis zum 1. Mai könnt ihr euch bewerben für das Campaign Boostcamp (25.-30.6. in der Perspektivfabrik in Brandenburg bei Berlin), ein Training für politisch Engagierte, die lernen wollen, wie sie erfolgreich Kampagnen organisieren und sich besser in den Medien behaupten. Stipendien für die Teilnahme von Aktivist*innen mit Behinderung vergibt die Aktion Mensch und die Christoffel-Blindenmission.
  • Barrierefreiheit im Netz: Wie ihr eure Webseiten und Printprodukte barrierefrei gestaltet, das verrät euch die neue Seite „Leserlich.info“ vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband.
  • Fotos zu Querschnittslähmung: Das Projekt „para-normal-lifestyle“ möchte mit Fotos und Kurzgeschichten eine andere Sicht auf ein Leben mit Querschnittslähmung geben.
  • Welttag des Buches: Für sehbehinderte und blinde Kinder gibt es immer noch zu wenige Bücher! Der Verein Anderes Sehen will das ändern und schrieb zum „Welttag des Buches“ eine informative Pressemitteilung.
  • Barrierefreiheit im Museum: Das historische Museum Frankfurt zeigt eine Auswahl an Ausstellungen, die sich um Inklusion und Barrierefreiheit bemühen.

Abstimmungen und Umfragen

  • Umfrage Jugendliche mit Down-Syndrom: Die Uni Köln macht eine Umfrage, wie Jugendliche mit Down-Syndrom und ihre Eltern für die Beschäftigung auf dem 1.Arbeitsmarkt beraten werden (oder direkt in der Werkstatt beschäftigt werden). Hier geht’s zum Fragebogen.

  • Petition Zwangseinweisung ins Heim: Das Netzwerk Ability Watch ruft auf Change.org zur Petition gegen die Zwangseinweisung von behinderten Menschen ins Heim auf. Das droht vielen behinderten Menschen nach der Verabschiedung des neuen Bundesteilhabegesetzes.

  • Vorbilder mit Behinderung: Anastasia Umrik wurde vom Magazin Emotion zur „Frau der Stunde“ nominiert. Sportler Max Kröber, Sohn der Entwicklerin der „Let Me Talk-App Doreen Kröber, wurde zum Nachwuchssportler von „wir bewegen Berlin“ gewählt.

In eigener Sache

Raul Krauthausen interviewt Sebastian Urbanski. Raul hört zu und lächelt, Sebastian erklärt etwas und hebt dabei den Zeigefinger. Beide tragen hellblaue Hemden und Brille. Im Hintergrund stehen rote Aufsteller mit den Buchstaben vom Namen Krauthausen.

Foto: Andi Weiland.

  • Kultur & Behinderung: Bei Krauthausen TV war letzte Woche viel los und die Journalistin Denise Linke gleich zwei Mal dabei. Erst zu Gast (siehe Video unten), dann als Ukulele-Spielerin in den Pausen der Aufzeichnung von der nächsten Sendung in der Blogfabrik. Die Gäste dieser Folge waren der Schauspieler und Autor Sebastian Urbanski und Musiker Mischa Gohlke (Ausstrahlung folgt in einigen Wochen). Gebärdensprachdolmetschung übernahm Laura M. Schwengber.

(Mit Gebärdensprache hier).

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