Leidmedien im Gespräch

Im Format “Leidmedien im Gespräch” trifft die Redaktion Aktivist*innen, Politiker*innen Künstler*innen oder Filmschaffende, um über die Darstellung und Position von behinderten Menschen in den Medien und der Gesellschaft zu sprechen.

Den Auftakt der Reihe machen wir mit dem Film “Die Goldfische” (Kinostart: 21.3.2019). 

In den Interviews sprechen wir mit den Schauspieler*innen Luisa Wöllisch und Tom Schilling über ihre Rollen in dem Roadmovie und über Inklusion im Mainstream-Kino. Produzentin Justyna Müsch und Regisseur Alireza Golafshan verrieten uns ihre Beweggründe, dieses Filmprojekt in Angriff zu nehmen.

Leidmedien im Gespräch mit den Schauspieler*innen Tom Schilling und Luisa Wöllisch

Fanta, Kamele und ein wilder Roadtrip einer Gang von “Behinderten”: Judyta Smykowski spricht mit den Schauspieler*innen Luisa Wöllisch und Tom Schilling über ihre Rollen in “Die Goldfische.” Haben sie sich als Charaktere, die sie dargestellt haben, authentisch gefühlt? Und überhaupt: Wie kann man das Filmgeschäft inklusiver machen?

Leidmedien im Gespräch mit Produzentin Justyna Müsch und Regisseur Alireza Golafshan

Das Thema Behinderung in einem lustigen Roadmovie verpacken – Kann das klappen? Raul Krauthausen spricht mit Justyna Müsch, der Produzentin des Films “Die Goldfische” und dem Regisseur Alireza Golafshan über die realen Vorbilder des Films, Cripping Up und Inklusion im Filmgeschäft.

Zusatzfrage: Führt Humor zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz? Und gilt das auch für das Thema Behinderung?

Leidmedien im Gespräch mit dem Regisseur Alireza Golafshan und der Produzentin Justyna Müsch vom Film “Die Goldfische”.

Über das Projekt

Mit der Produktionsfirma Wiedemann und Berg waren wir zwei Jahre im Gespräch über den Roadmovie “Die Goldfische”. Wir sprachen viel über die Handlungsstränge im Drehbuch, klärten über Inspiration Porn auf und diskutierten gängige Klischees über behinderte Menschen, die vermieden werden sollten.

Wir setzten uns für eine authentische Besetzung der Rollen mit behinderten Menschen ein, was nicht immer gelungen ist. Wir müssen daran arbeiten, den Cast von Schauspieler*innen mit Behinderung zu erweitern und diese bekannter zu machen. Dabei ist auch immer die Frage zu stellen, inwieweit die Behinderung eines Charakters im Vordergrund steht (bzw. stehen muss) oder ob sie nur eine weitere Eigenschaft eines vielschichtigen Filmcharakters ist.

“Die Goldfische” ist mit seiner Leichtigkeit und seinem Witz ein wichtiger Beitrag, um Berührungsängste zwischen nichtbehinderten und behinderten Menschen abzubauen. In den Interviews betonen die Darsteller*innen und Macher*innen des Film aber auch, was alles noch zu tun ist, um die Filmbranche inklusiver zu gestalten.