Eine kleinwüchsige Frau sitzt an einem Tisch vor einem Laptop.
Der Journalismus ist hierzulande noch viel zu wenig divers, viele verschiedene Minderheiten sind in den Redaktionen stark unterrepräsentiert. Das hängt nicht nur mit der oftmals fehlenden Barrierefreiheit der Redaktionsräume zusammen, sondern auch mit einem Arbeitsmarkt, der immer noch nicht inklusiv ist.

Mit diesem Recherchestipendium wenden wir uns explizit an Journalist*innen mit Behinderung. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, den konstruktiven, lösungsorientierten Journalismus zu fördern. Dabei geht es darum, Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen zu recherchieren und kritisch gegeneinander abzuwägen. Journalist*innen mit Behinderung sollen mit dem Stipendium in die Lage versetzt werden, diese Recherche von Lösungsansätzen für ein aus ihrer Sicht wichtiges Thema mit gesellschaftlicher Relevanz durchführen zu können. Der Themenbereich ist dabei völlig offen. Wichtig ist, den geplanten Beitrag in der Bewerbung genau zu skizzieren.

Mehr Informationen zum „konstruktiven Journalismus“ gibt es auf der Seite der Otto Brenner Stiftung.

Höhe

Es werden 4 Recherche-Stipendien in Höhe von je 2.500 Euro vergeben. In der Förderung sind eventuelle Auslagen für Fahrtkosten usw. enthalten. Bewerber*innen mit Assistenzbedarf unterstützen wir beim Beantragen dieser gerne mit einem Empfehlungsschreiben. 

Voraussetzungen

Bewerber*innen sollten Journalist*innen mit Behinderung sein. Sie sollten bereits in Medien oder Blogs publiziert haben. Ob mit Festanstellung oder als freie Journalist*innen ist dabei egal; auch Bewerbungen von Berufseinsteiger*innen sind willkommen. Bei gleicher Bewerbungsqualität werden Frauen bevorzugt. Der Bewerbung muss mindestens eine aussagekräftige Arbeitsprobe beigelegt werden.

Veröffentlichung

Das Ergebnis der Recherche muss veröffentlicht werden. Wir bitten deshalb alle Bewerber*innen anzugeben, zu welchen Redaktionen sie bereits Kontakte haben oder in welchem Medium sie sich eine Veröffentlichung vorstellen könnten. Sollten keine Kontakte vorhanden sein, stellt dies für eine Bewerbung kein Hinderungsgrund dar. So bieten wir seitens unserer Jury eine entsprechende Unterstützung an. 

Ablauf

  • Bitte die Bewerbung per E-Mail an judyta[at]sozialhelden.de senden. Die Bewerbung sollte den Lebenslauf (max. 1 Seite) und ein Motivationsschreiben mit Recherche-Konzept (max. 1 Seite) enthalten.
  • Ansprechpartnerin: Judyta Smykowski, Projektleiterin Leidmedien.de des Sozialhelden e.V., judyta[at]sozialhelden.de
  • Bewerbungsschluss: 01.10.2020
  • Die Jury besteht aus:
    • Judyta Smykowski, Projektleitung Leidmedien.de
    • Laura Gehlhaar, Autorin, Aktivistin und Coach
    • Maja Weber, Journalistin und Moderatorin ZDF heuteXpress
    • Amna Franzke, Chefredakteurin Zeit Campus Online

Transparenzhinweis: Der Stifter des Stipendiums ist: Thomas Wüst, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung valorvest. Er wird der Jurysitzung als stiller Beobachter beiwohnen.

Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Mehr zum Thema Journalist*innen mit Behinderung

In der Broschüre “Journalist*innen mit Behinderung – bitte mehr davon” berichten Medienschaffende mit Behinderung über ihren Berufseinstieg und Arbeitsalltag.

Titelbild: Jörg Farys | Gesellschaftsbilder.de